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Gemeinden Schlemmin und Semlow

Eine uralte Lindenallee verbindet die Orte Schlemmin und Semlow und damit auch die in den Orten befindlichen Schlösser. Zu den Schlössern gehören wunderschöne Park- und Teichanlagen. Der Semlower Park bietet zudem noch eine Sammlung urgeschichtlicher Trogmühlen und ein Großsteingrab.

Der Bau der Schlemminer Kirche begann im 13. Jahrhundert, zunächst mit Backstein. Erst im 15. Jahrhundert wurde mit Feldsteinen weitergebaut. Ihre komplette Innenausstattung - Kanzel, Altar, Gestühl und Holzkastendecke - stammt von 1878. Schlemmin war Stammsitz der Familie von Thun. Heute werden vom benachbarten Schlosshotel kirchliche Trauungen in der Schlemminer Kirche angeboten.

Mit dem Bau der romanischen Feldsteinkirche in Semlow wurde Ende des 12. Jahrhunderts begonnen, vollendet wurde der Bau um 1220. Das rechteckige Schiff hat eine Bretterdecke, der quadratische Chor ein kuppliges Kreuzgratgewölbe. Die Sakristei an der Südseite besitzt ein kuppelförmiges Gewölbe. Der quadratische Westturm wurde in der Erbauungszeit begonnen und im 18. Jahrhundert mit einer geschweiften Haube versehen. Das Kirchenschiff ist im Inneren durch die vollständige spätnazarenische Ausmalung von C. J. Milde (um 1860) geprägt. Sehenswert sind ein spätgotisches Kruzifix, eine hölzerne Taufe von 1576 mit aufgemalten biblischen Szenen und Wappen, ein zweigeschossiger Altaraufsatz mit Kreuzigungsgruppe sowie aufwendige Wandgräber. Im Turm befinden sich drei Glocken (von 1611, 1447 und vom Ende des 14. Jahrhunderts) sowie ein voll funktionierendes Uhrwerk von 1856. Die Grüneberg-Orgel wurde 1913 erbaut und 1999 wiederhergestellt. Der Stralsunder Bildhauer Elias Keßler fertigte 1723 den barocken Altar. 1996 wurde mit der Sanierung des Bauwerkes begonnen, so dass die Besucher mehr und mehr einen wunderschönen Bau besichtigen können.