Bilder in ganz großem Stil

von Urlaubsmagazin 2026

Ein Zeesboot mit roten Segeln, die Silhouette einer Stadt oder ein Auto, das durch eine Hauswand fährt – wenn Mathias Oppen zu seinen Spraydosen greift, entstehen Kunstwerke, die jeder sehen kann.

 

Mathias Open
Voigt & Kranz UG

Mauern, Tore oder Autos, kleine Stromkästen oder riesige Hauswände – dem Künstler aus Ribnitz-Damgarten fallen Motive in allen Größen ein.

Schon als Kind war Mathias Oppen kreativ und malte gern. Als Jugendlicher sprayte er seine ersten Graffiti. „Es war immer legal“, betont er. „Das Gekritzel hat mir nie was gegeben.“ Ein Schulprojekt war der Anfang für seinen heutigen Beruf: Eine Mauer sollte gestaltet werden. „Das hat mir Spaß gemacht. Und man kam mit den Leuten ins Gespräch.“ Es folgten erste Auftragsarbeiten: Oppen gestaltete Wände, Gartenlauben oder Kinderzimmer. „Das lief damals über den persönlichen Kontakt oder durch Mundpropaganda“, erzählt der junge Mann, der mit seiner kleinen Familie mitten in Ribnitz-Damgarten lebt.

 

„Was schön ist oder nicht – darüber gehen die Meinungen ja immer auseinander“

Zum Beruf wurde sein Talent jedoch erstmal nicht: Er begann eine Ausbildung zum Technischen Produktdesigner in Berlin, aber das entsprach gar nicht seinen Vorstellungen. Also brach er ab und absolvierte eine Ausbildung zum Altenpfleger. „Ich habe acht Jahre lang bei der AWO gearbeitet“, erzählt der 29-Jährige. „Aber dann kamen immer mehr Auf-träge für Bilder, auch durch Social Media – da musste ich mich irgendwann entscheiden. “Seit 2023 ist Oppen nun selbständig, arbeitet rund um Ribnitz-Damgarten oder auf Fischland-Darß-Zingst, aber auch in Bremerhaven oder Hamburg. Seine Bilder können recht klein sein, aber auch Wände von mehr als 100 Quadratmetern sind keine Seltenheit. Bei den ganz großen Projekten holt er sich Unterstützung von anderen Sprayern.

Über die Motive tauscht er sich mit seinen Auftraggebern aus. „Ich mache digitale Entwürfe, dann stimmen wir es ab. Aber je klarer deren Vorstellungen sind, desto einfacher ist es für mich.“ Blumen oder Tiere, Strand oder Wald, bunt oder schwarz-weiß – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. „Was schön ist oder nicht – darüber gehen die Meinungen ja immer auseinander“, weiß der Künstler.Alles was er kann, hat er sich selbst beigebracht. „Das ist reine Übung, dazu lese ich viel über diese Themen. Und ich lerne aus Feh-lern.“ Er lacht. Heutzutage arbeitet er jede Woche an zwei oder drei Bildern, und dauernd kommen neue Aufträge hinzu.

Kunst von Mathias Oppen
Voigt & Kranz UG

Dieser Artikel stammt aus dem Urlaubsmagazin Fischland-Darß-Zingst 2026.
Text: Dörte Rahming - wortlaut-rostock.de
Fotos: ©Voigt & Kranz UG - ostsee-kuestenbilder.de

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