Handgemacht: Essen und Musik

von Urlaubsmagazin 2026

Wer gutes Essen mag, ist hier genauso richtig wie Liebhaber guter Musik: Das café-wunder-bar am Markt von Bad Sülze trifft viele Geschmäcker.

 

 

café-wunder-bar am Markt von Bad Sülze
Voigt & Kranz UG

Eine Tasse Tee ist hier nicht nur eine Tasse Tee. Serviert auf einem kleinen Tablett gibt es drei Sorten Zucker dazu, eine kleine Tee-Uhr und eine gemütliche Umgebung mit anheimelnd dunkelroten Wänden und hölzernem Mobiliar. Wie hier ist es nirgendwo, und alles wird selbst gemacht: Ein Team von Frauen aus der Region kocht und backt. Auf der Karte stehen Kreationen wie „Moorwunder“ oder „Blauer Heinrich“. Mittagsgerichte können schon mal „Torfstecher“ oder „Moorschwester“ heißen. Gleich am Eingang stehen Produkte einheimischer Kunsthandwerker zum Verkauf, darunter Schmuck und Handarbeiten, Kalender und Karten.

 

 

Gericht: Kurschatten
Voigt & Kranz UG
Gericht: Torfarbeiter
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Torte: Moorwunder
Voigt & Kranz UG

Kurschatten

Torfarbeiter

Moorwunder

Seit 15 Jahren empfängt Jürgen Groth hier seine Gäste. Geplant hatte er 35 Plätze im Innenraum, dazu eine kleine Terrasse mit etwa 20 Plätzen. „Doch schon im Rohbau habe ich entschieden, einen Wintergarten anzubauen – vor allem für Familienfeiern“, erzählt der Bauingenieur. Heute begegnen sich hier Einheimische und Touristen. Bald zeigte sich, dass der Platz nicht ausreichte, vor allem nicht für größere Familienfeiern. Die Lösung: das denkmalgeschützte Haus direkt nebenan. Groth kaufte und sanierte es. Heute gönnen sich zum Beispiel Konzertbesucher in dem modern gestalteten Gastraum ein gutes Essen, bevor sie gute Musik genießen.

Beide Gasträume sind durch eine große Terrasse verbunden, auf der im Sommer noch einmal 100 Gäste Platz finden. „Oft kommen Leute, die den Vogelpark Marlow besucht haben. Oder Radfahrer und Biker - da stehen dann plötzlich 20 Motorräder aller Art auf dem Markt, das ist ein beeindru-ckendes Bild.“ Überhaupt hat Groth dem Platz über die Jahre ein neues Gesicht gegeben. Neben den beiden Lokalen hat er auch den Sitz seines Ingenieursbüros in eines der Häuser verlegt und zuletzt mit der „Backstuuv Wunnerbar“ den Bäckerladen an der Ecke wiederbelebt.

Musik aus aller Welt

Einmal im Monat wird das café-wunder-bar zur Konzertbühne. In gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre treten Musiker aus Deutschland, Dänemark oder sogar aus Amerika auf. Der Stil: Rock und Pop - ein breites Spektrum. „Es fing 2013 an, beim ersten Mal haben wir 56 Karten verkauft“, erinnert sich Groth. Gemeinsam mit einigen Freunden entwickelte er daraus eine Idee: Statt zusammen in größere Städte zu fahren und dort Konzerte zu besuchen, nutzten sie das Geld

 

lieber, um die Musik nach Bad Sülze zu holen. Inzwischen haben über 100 Auftritte stattgefunden, der Freundes-kreis hat doppelt so viele Mitstreiter wie zu Anfang. Es gibt eine kleine Bühne, dazu professionelle Licht- und Tontechnik, und pro Abend können 100 Karten verkauft werden. „Und wir geben auch Nachwuchsmusikern aus der Region eine Möglichkeit aufzutreten“, sagt Groth.

Die Damen des café-wunder-bar
Voigt & Kranz UG
barKonzert No. 107 des Freundeskreises Popkultur e. V. aus Bad Sülze: The Blues Overdrive aus Dänemark
Voigt & Kranz UG

Die Damen des café-wunder-barKonzert

barKonzert No. 107 des Freundeskreises Popkultur e. V. aus Bad Sülze: The Blues Overdrive aus Dänemark

Ein Kurort mit Geschichte

 

Das café-wunder-bar liegt im ältesten Kurort Norddeutschlands.

Seit dem 13. Jahrhundert wurde in der Gegend Salz gesiedet – bis 1907.

Seit über 200 Jahren lassen Kurgäste in Bad Sülze die natürlichen

Heilmittel Moor und Sole auf sich wirken. Das alte Sanatorium steht heute leer,

aber gegenüber im Museum, dem ehemaligen Salz-Amt, ist die Geschichte noch lebendig.

Das café-wunder-bar am Markt von Bad Sülze
Voigt & Kranz UG

Dieser Artikel stammt aus dem Urlaubsmagazin Fischland-Darß-Zingst 2026.
Text: Dörte Rahming - wortlaut-rostock.de
Fotos: ©Voigt & Kranz UG - ostsee-kuestenbilder.de

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