Literarischer Rundgang durch Ahrenshoop mit Dr. Kristine von Soden

auf den "Schriftspuren" namhafter Gäste seit den Anfängen der Künstlerkolonie Ahrenshoop

Dr. Kristine von Soden ist gebürtige Hamburgerin und beschäftigte sich als Featureautorin des NDR und DLF sowie als Dozentin an der Hamburger Universität viele Jahre mit Biographien jüdischer Wissenschaftler, Schriftsteller und Künstler in der Weimarer Republik. Prominente Namen unter ihnen weilten zur Sommerfrische an der Ostsee in Ahrenshoop. Seit ihrer Kindheit ist die promovierte Geisteswissenschaftlerin und Autorin eng mit der Ostsee sowie auch mit den nordfriesischen Inseln verbunden und vertraut. So entstanden auch mehrere Bücher, wie z. B. "Stille Winkel auf Fischland, Darß und Zingst" und "Ahrenshoop. Balancieren auf der Meerschaumlinie". Seit einigen Jahren bietet Sie regelmäßig ihre ihre beliebten Schreibworkshops, Lesungen und Literarische Rundgänge im Ostseebad Ahrenshoop an, bei denen auf unterhaltsame Weise Prosa und Poesien prominenter schreibender Ostseebadegäste präsentiert werden.

Termine und Themen:

04.07.2017, 11 Uhr: George Grosz: "Tausend salzige Meeresgrüße"
01.08.2017, 11 Uhr: Elisabeth Shaw: "Die Nacktbadenden hatten einen mächtigen Sieg errungen."
05.09.2017, 11 Uhr: Uwe Johnson: "Das Fischland ist das schönste Land in der Welt!"
30.09.2017, 11 Uhr: Heinz Tovote: "Plötzlich kam Sandhoop in Mode."

Der Treffpunkt ist immer an der Kurverwaltung Ahrenshoop, Kirchnersgang 2, 18347 Ostseebad Ahrenshoop.

 

4. Juli: "Gegen 8 Uhr an den Strand ... Rein in die Fluten, den Körper eingetunkt" (Georg Grosz)

Im Mittelpunkt stehen die 1930er Jahre, als der Maler und Grafiker George Grosz mit seiner Familie erholsame Wochen in Ahrenshoop verbrachte und humorvoll von seinen Strandtagen mit "Sandschippen" und Burgenbauen erzählt. Von einem Kurzbesuch am Strand über den Grenzweg durch die Dorfstraße bis zum Schifferberg kommen aber auch jüngere literarische Stimmen zu Wort, gewürzt mit launigen Texten zur Geschichte des Badelebens, der Bademode und FKK. Viel Spaß!

 

1. August: "Die Nacktbadenden hatten einen mächtigen Sieg errungen…" (Elizabeth Shaw)

Im Mittelpunkt stehen die 1950er Jahre, als die Illustratorin und Kinderbuchautorin Elizabeth Shaw in Ahrenshoop weilte und vergnügt vom Strandleben und Barfußlaufen über die Dorfstraße "im Bademantel“ erzählt. Von einem Kurzbesuch am Strand, vorbei an der "Grimmelei" am Grenzweg Richtung Dornenhaus bis zur Schifferkirche, kommen weitere Berühmtheiten aus der damaligen Zeit zu Wort, darunter Bertolt Brecht und Helene Weil sowie Johannes R. Becher, der Nacktbadende wenig lustig fand und bat: "Schont die Augen der Nation!"

 

5. September: "Hier ist es wundervoll, kein Telephon, keine Verpflichtung, absolute Ruhe." (Albert Einstein)

Im Mittelpunkt stehen jene Sommer aus den Anfangsjahren der Weimarer Republik, als sich Albert Einstein, der unscheinbarste Besucher aller Zeiten, bei Bauer Niemann in Althagen und zuvor im Alten Zollhaus in Ahrenshoop einquartiert hat. Der Entdecker der Relativitätstheorie genoss das einfache Küstenleben, ähnlich wie die weithin vergessene Schriftstellerin Lely Kempin. „Wo Meer und Bodden im Dunst zusammenflossen und das schimmernde Wollgras blühte“, sah sie die Nebelfrau „weiße Seide“ spinnen. Ostseeführer jener Zeit berichten viel über die „Heilkräfte“ der Seeluft und das belebende irisierende Licht. Mögen die ausgewählten Zitate nützliche Begleiter für heutige Strandwanderungen sein – samt Strandgutfischen. Ahoi!  

 

30. September: "Plötzlich kam Sandhoop in Mode!" (Heinz Tovote)

Zum 125jährigen Jubiläum der Ahrenshooper Künstlerkolonie lädt Dr. Kristine von Soden zu einem Rundgang auf den literarischen Spuren des damals aufstrebenden Ostseebades ein: mit frech-fröhlichen Texten, darunter von Heinz Tovote, der Ahrenshoop 1906 in „Sandhoop“ verwandelte, oder Edmund Edel, der das „gemeine Ahrenshooper Malhuhn“ in die Welt setzte, und zwar auf Latein: „Gallina pectoris communis Ahrenshoopiensis“. 1907 witzelte der einst weithin bekannte Karikaturist und Satiriker im Berliner Tageblatt über Maler „beiderlei Geschlechts“, die ihre Farbpinsel auf den Boddenwiesen abwischten, „so dass die Kühe Magenverstimmungen davontragen und saure Milch zutage fördern“. Zwischen dem heutigen Kunstmuseum, dem ehrwürdigen Kunstkaten und neuen alten Kurhaus finden sich auch Spuren von Alfred Trojan. Der für seine Humoresken beliebte Autor zählte schon früh zum Ahrenshooper Stammpublikum.  „Spickaalsdorf“ nannte er 1894 das „neue Seebad“ – eine der beliebtesten Sommerfrischen damals.   

Veranstaltungsort

Kurverwaltung Ahrenshoop
Kirchnersgang 2
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 (0)38220 666610
Fax: +49 (0)38220 666629
info@ostseebad-ahrenshoop.de
http://www.ostseebad-ahrenshoop.de

Anbieter

Kurverwaltung Ahrenshoop
Kirchnersgang 2
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 (0)38220 666610
Fax: +49 (0)38220 666629
info@ostseebad-ahrenshoop.de
http://www.ostseebad-ahrenshoop.de
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Details auf einen Blick
Datum
vom 01.08.2017 bis 30.09.2017
Veranstaltungskategorie
Führungen & Touren, Literatur
Die nächsten Termine
  • Dienstag, 01.08.2017 , 11:00 Uhr
  • Dienstag, 05.09.2017
    11:00 - 12:30 Uhr
  • Samstag, 30.09.2017 , 11:00 Uhr
Preis
ab 3,00 €

5 €; 3 € für Ahrenshooper und Inhaber der Kurkarte der Region Fischland-Darß-Zingst