Tag der offenen Tür

Nahezu jeden letzten Sonntag im Monat geben die Stipendiat*innen des Künstlerhauses Lukas einen Einblick in ihre Arbeit.

Das Künstlerhaus Lukas ist ein Ort künstlerischen Arbeitens und internationaler Begegnungen. Es fördert professionelle Künstler*innen in den Sparten Bildende Kunst, Literatur, Tanz und Komposition sowie Kurator*innen durch die Vergabe von Aufenthaltsstipendien in Ahrenshoop und bei den Partnerinstitutionen in ausgewählten Ländern Nordeuropas.

Sonntag, 23.11.2019:

15 – 17 Uhr geöffnete Ateliers
Marie DuPasquier (Berlin) – Kuration
Eva Funk (Berlin) – Objekt/Installation
Timo Hinze (Berlin) – Fotografie

17 Uhr Lesungen und Filmausschnitte
Annekatrin Hendel (Schildow) – Drehbuch/Regie
Christine Repond (München) – Drehbuch/Regie
Elke Rössler (Berlin) – Drehbuch/Regie

Der auf Dauer angelegte kollektive Entwicklungsprozess künstlerischer und kuratorischer Zusammenführung steht sinnbildlich für die von Marie DuPasquier (1984 in Lausanne, Schweiz, geboren) kuratierten Ausstellung „Snapshots on glass between voyeurism and intimacy (amalgamation and detachment)”. Fragile Glasplatten, bedruckt und bemalt mit verschiedenen Materialien und Farben, die eben jene Zusammenführung symbolisieren. Die für das Durchscheinen und Sehen des Anderen eintreten – die durch sich hindurchblickend die künstlerische Färbung der jeweils anderen in der gemeinsamen Arbeit erkennen lassen. Für dieses kollektive Zusammenspiel treten die Arbeiten von Marie Jeschke und Anja Langer ein. Die beiden Künstlerinnen haben einander sowie die Kuratorin bei einem Austauschstipendium 2016 in Malmö, Schweden kennengelernt und seitdem ihre Arbeitsbereiche (Marie Jeschke Skulptur und Installation; Anja Langer Malerei) in ihren gemeinsam entwickelten Kunstwerken zusammengeführt. 

Eva Funk beschäftigt sich mit der Beziehung zwischen Objekt, Sprache und soziopolitischen Machtstrukturen – vor allem unter dem Gesichtspunkt des Scheiterns. Sie verwendet dabei Motive, die wiederkehren und in unterschiedlichen Kontexten auftauchen und zu großflächigen Installationen oder performativen Eingriffen führen. Obwohl sie meist mit der Körperlichkeit von Mensch und Ding arbeitet, ist das Schreiben ein wichtiger Teil ihrer Praxis. Unter „rotato press“ veröffentlicht sie unterschiedliche Buchprojekte und sieht darin eine Alternative zur Ausstellung. Die 1988 in Villach, Österreich geborene Eva Funk lebt und arbeitet derzeit in Berlin.

Der 1985 in Hamburg geborene Timo Hinze arbeitet interdisziplinär mit den Medien Fotografie, Grafik-Design, Rendering, Text, Skulptur und gefundenem Bild- und Textmaterial. Die Fragen, um die seine Werke kreisen, haben Relevanz in einem größeren gesellschaftlichen Kontext und entspringen seiner ihn umgebenden Realität und Zeit. So hat er sich u.a. mit den Anforderungen auseinandergesetzt, die an das zeitgenössische Subjekt – unter anderem innerhalb der neuen Arbeitswelten – gestellt werden. Ihn interessieren die Strukturen, in die der Einzelne eingebettet ist und aus denen heraus er agiert.

Annekatrin Hendel, 1962 geboren und aufgewachsen in Berlin, erhält in Kooperation mit dem Filmkunstfest Schwerin das Ehrengaststipendium der Film Residence Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist Produzentin, Regisseurin, Drehbuchautorin und Szenenbildnerin. 2013 gewann Annekatrin Hendel mit ihrem Dokumentarfilm VATERLANDSVERRÄTER über den Schriftsteller Paul Gratzik den Grimme-Preis in der Kategorie „Information und Kultur“ und den Friedensfilmpreis auf dem FilmFest Osnabrück. Zu ihren Dokumentarfilmen gehören weiterhin ANDERSON (2014) und FASSBINDER (2015). Für den in Ahrenshoop entstandenen Film FÜNF STERNE (2017) erhielt sie den Heiner-Carow Preis der Berlinale. Der Dokumentarfilm FAMILIE BRASCH wurde zum Filmfest München uraufgeführt und in Ahrenshoop 2018 gezeigt, 2019 erhielt sie für den Dokumentarfilm SCHÖNHEIT UND VERGÄNGLICHKEIT (Abb.) über den Berghain-Türsteher und Fotografen Sven Marquardt erneut auf der Berlinale den Heiner-Carow-Preis.

Christine Repond, 1981 in Basel geboren und aufgewachsen in Bern, lebt heute in München. An den Schulen für Gestaltung Bern und Basel belegte sie diverse Video- und Filmkurse, bei denen zahlreiche Experimentalfilme und Fotoarbeiten entstanden. Ihr Filmstudium an der Macromedia München, Akademie für neue Medien mit dem Schwerpunktfach Regie absolvierte sie mit dem Bachelor of Arts. Ihre Spielfilme SILBERWALD (2011) (Abb.) und VAKUUM (2017) wurden weltweit auf zahlreichen Filmfestivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Förderpreis Drehbuch / Regie bei den Ahrenshooper Filmnächten 2018 mit dem Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas.

Die Drehbuchautorin Elke Rössler erhielt das Förderstipendium der Film Residence Mecklenburg-Vorpommern, vergeben vom Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop in Kooperation mit der FILMLAND MV gGmbH. Die 1969 geborene Rössler studierte zunächst Slavistik und Germanistik in Konstanz und Berlin und anschließend Dramaturgie und Drehbuch an der Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf. Bekannt wurde sie u.a. mit Filmen wie KRÜGER AUS ALMANYA (2015) (Abb.), FREI NACH PLAN (2008), NACHBARINNEN (2004). Sie schrieb Drehbücher für die Serie ELLA SCHÖN oder den Polizeiruf 110 - DAS BESTE FÜR MEIN KIND. Ihr Film FREI NACH PLAN wurde 2007 in Leipzig auf der Filmkunstmesse mit dem Publikumspreis und auf dem Shanghai International Film-Festival als bester Film ausgezeichnet.

Veranstaltungsort

Künstlerhaus Lukas
Dorfstraße 35
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 (0)38220 6940
Fax: +49 (0)38220 69414
post@kuenstlerhaus-lukas.de
http://www.kuenstlerhaus-lukas.de

Anbieter

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Datum
vom 01.10.2019 bis 30.11.2019
Veranstaltungskategorie
Ausstellung, Literatur
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    15:00 - 18:00 Uhr