Tag der offenen Tür

geöffnete Ateliers, Lesung und Konzert

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
Rachel Monosov (Berlin) – Fotografie/Video
Ute Brönner (Berlin) – Skulptur/Installation
Vanessa Souli (Berlin) – Kuration
17 Uhr Lesung und Konzert
Santa Bušs (Zvejniekciems/Lettland) – Komposition
Hinrich Schmidt-Henkel (Berlin) – Ehrengast – Übersetzung

Ute Brönner untersucht kulturelle Phänomene als Ergebnis gesellschaftlicher Vereinbarungen und Konstrukte. Im und mit dem (öffentlichen) Raum zu arbeiten, ihn immer wieder zu hinterfragen, zu befragen ist Teil ihres beruflichen Selbstverständnisses. Dabei ist ihr der Prozess genauso wichtig wie den Raum als Zeitraum zu verstehen. Hinter allen ihren Arbeiten steht für sie die Frage nach der conditio humana.
1966 in Würzburg geboren, studierte sie Landschaftsplanung an der Technischen Universität Berlin und ging danach als Stipendiatin des DAAD nach Edinburgh. Als Landschaftsarchitektin wirkte sie u.a. an der Gestaltung des Lustgartens Berlin mit. Zwischen 1995 und 2001 lehrte und forschte sie an der Fakultät Gestaltung der Hochschule der Künste Berlin als wissenschaftliche Mitarbeiterin zu experimentellen Gestaltungsmethoden in der Freiraumarchitektur. Ihr Film „My Silicon Valley“ wurde u.a. 2010 in der Filmreihe Erweiterte Realitäten im Filmkunsthaus Babylon Berlin aufgeführt. Sie lebt und arbeitet in Berlin.     

Die lettische Komponistin Santa Bušs interessiert sich besonders für  detaillierte, kompositorische Prozesse und die Arbeit mit außermusikalischen Ideen. Diese findet sie nicht nur in anderen Kunstformen, sondern unter anderem auch in der Mythologie, Natur und Medizin. Während ihr Schwerpunkt anfangs in der Instrumentalmusik lag, erweiterte er sich fortwährend im Bereich der vokalen Praxis. Sie forscht zwischen un-/konventionellen Notations- und Ausführungstechniken und experimentiert dabei zwischen den Grenzen von Musik, Theater und Oper.
Die 1981 in Limbaži (Lettland) geborene Santa Bušs begann schon früh mit ihrer musikalischen Ausbildung. Von 1996 bis 2001 nahm sie Klavier-, Orgel- und Kompositionsunterricht am „College of Music Alfr?ds Kalni?š C?sis“. Anschließend schloss sie ihr Studium an der „Latvian Academy of Music“ und der „Hochschule für Musik und Theater Hamburg“ mit Abschlüssen in Musiktheorie (2005) und Komposition (2009) ab. Ihre Arbeiten brachten ihr bereits mehrfache Auszeichnungen und Stipendien - so zum Beispiel das DAAD-Stipendium der „Bayreuth Summer University“ (2008), ein Aufenthaltsstipendium an der „Le Ville Matte“ in Teulada, Sardinien (2010) und an der „the Cité Internationale des Arts“ in Paris (2012). Santa Bušs‘ Musik wurde bereits auf internationalen Festivals präsentiert - unter anderem auf den „Donaueschinger Musiktagen (2007) - Next Generation“, dem „Transit“-Festival in Leuven und dem „Mixtur Festival“ in Spanien (2010). Sie lebt und arbeitet in Zvejniekciems (Lettland).     

Rachel Monosov arbeitet in den Bereichen Performance, Fotografie, Video und Skulptur. Dabei setzt sie sich mit kulturellen Vorstellungen von Entfremdung, territorialer Zugehörigkeit und Identität sowie deren Auswirkungen auseinander. Sie konstruiert dabei ganze Welten, die dann ihre eigenen Gesetze haben. Ihre persönliche Biografie spielt dabei eine durchgehende Rolle. Zusätzlich füllt sie ihre Arbeit mit sozialen und politischen Konzepten, die historische Ereignisse widerspiegeln.
1987 in St. Petersburg, Russland geboren, begann sie 2008 ein Studium an der School of Visual Arts in New York und machte Abschlüsse an der Bezalel Academy, Jerusalem und der Royal Academy of Fine Arts, Ghent. Sie erhielt u.a. den Northern Trust Purchase Prize (EXPO Chicago 2017). Ihre Werke waren Teil des Zimbabwe Pavillons bei der 57ten Biennale Venedig oder bei Ausstellungen im National Museum of Art in Bukarest und an der National Gallery of Zimbabwe in Harare. Sie lebt und arbeitet in Berlin.     

Hinrich Schmidt-Henkel erhielt das Ehrengaststipendium für Literatur und literarische Übersetzung des Künstlerhauses Lukas. Sein literarisches Leben wurde durch seine Eltern geprägt, besonders durch die Begegnung mit dem Übersetzer Eugen Helmè. Den Prozess des literarischen Übersetzens beschreibt er als „schreiben wie der Autor, aber in meiner Sprache“. Um eine gute Übersetzung anzufertigen reicht es ihm nicht, den Text von einer Sprache in die andere zu übertragen. Auch aus diesem Grund hielt er sich viel in Norwegen und anderen Ländern auf, denn stets will er für seine Arbeit mit der Kultur und dem Alltag des jeweiligen Landes vertraut sein.
1959 in Berlin geboren, studierte er Germanistik und Romanistik an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken mit dem Ziel, Lehrer zu werden. 1987 entschied er sich für den Beruf des Übersetzers und übersetzt seitdem zahlreiche Autor*innen aus dem Französischen, Italienischen und Norwegischen. Dazu zählen Michel Houellebecq, Massimo Carlotto, Henrik Ibsen und Jon Fosse. Seine Übersetzungen umfassen Belletristik, Kinder- und Jugendbuch, Lyrik, Theaterstücke und Hörspiel. Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis (2007), dem Preis für Internationale Poesie der Stadt Münster (2017), dem Straelener Übersetzerpreis (2017, zusammen mit Frank Heibert) und 2018 mit dem Königlich Norwegischen Verdienstorden. Seit 2003 erstellt er zusätzlich sprach- und kulturgeschichtliche Beiträge für das Magazin „Karambolage“ (ARTE). Er lebt und arbeitet in Berlin.     

Vanessa Souli erhielt ein Kuratorinnenstipendium für die Ausstellung „Paganismus“ im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop. Ihr großes Thema ist das Zeitalter des Anthropozän, wobei die in Ahrenshoop gezeigte Ausstellung der erste von sieben Teilen ist. Darin verdeutlicht sie an ausgewählten künstlerischen Beiträgen die Bedeutung des modernen Heidentums.
1992 in Athen geboren, lebt und arbeitet sie in Berlin und ist freie Kuratorin, Autorin und Kulturmanagerin. Sie studierte Englische Sprache und Literatur (B.A.) an der Aristoteles-Universität Thessaloniki (GR) und Kunstmanagement und Kuration (M.A.) an der Universität Maastricht (NL). Seit 2017 hat sie zahlreiche Ausstellungen in den Niederlanden, Berlin, Leipzig und Potsdam kuratiert und mehrere Künstlergespräche und Podiumsdiskussionen moderiert. Ihr aktuelles kuratorisches Interesse liegt u. a. auf dem Zeitalter des Anthropozän und dem Einfluss des Menschen auf die Umwelt.

Veranstaltungsort

Künstlerhaus Lukas
Dorfstraße 35
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 382206940
post@kuenstlerhaus-lukas.de
https://kuenstlerhaus-lukas.de/

Anbieter

Künstlerhaus Lukas
Dorfstraße 35
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 382206940
post@kuenstlerhaus-lukas.de
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Details auf einen Blick
Datum
am 27.09.2020
Veranstaltungskategorie
Ausstellung, Literatur, KunstOffen