Tag der offenen Tür

offene Ateliers, Performance und Lesung

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
Mila Panic (Berlin) – Fotografie/Video/Installation
Katharina Zimmerhackl (Leipzig) – Skulptur/Installation
Sarah Schuschkleb (Halle) – Schmuck/Skulptur
Gaststipendiat*in der NES Artist Residency Skagaströnd/Island
17 Uhr Lesung und Performance
Regina Scheer (Berlin) – Literatur
Alina Belyagina (München) – Tanz

Alina Belyagina ist als Tänzerin und Choreographin geprägt vom Interesse an kulturellen und sozialen Aspekten. Inspiration findet sie in der digitalen Visualisierung, der Anthropologie und der Literatur, u.a. antiker Lyrik, um sich so der Frage nach dem historischen Aspekt im heutigen Tanz zu nähern. Die Basis bildet ihre Erfahrung im Contemporary Israeli and European Dance. Ihr Tanz ist geprägt durch Wiederholungen, Synchronität, Fehlern, nervösen Ticks und inadäquaten Reaktionen.
1989 in Berdychiv/Ukraine geboren, studierte sie an der Moscow State University of Culture and Art. Danach verbrachte sie drei Jahre in Polen als Lehrerin für Klassisches Ballett am Silesian Dance Theatre und am Dance and Movement Theatre ROZBARK. In Deutschland begann sie ihre Laufbahn als Choreographin am Freien Theater München. Als Tänzerin arbeitete sie unter anderem mit Hege Haagenrud, Isabelle Schad, Claudia Cantellucci und Helena Waldmann. Ihr Werk „Pure Image“ entstand 2018 bei der Residency for young chreographers in Moskau, das auf dem FKM Contemporary Dance Festival Laos (2018) und dem Aussicht Festival Hamburg (2019) aufgeführt wurde und das 2019 den Zuschauerpreis für das beste deutsche Tanzsolo erhielt (Leipzig). Sie lebt und arbeitet in München und Sotchi.      

Mila Panic arbeitet installativ mit den Mitteln des Videos, der Fotografie, Objekten und Erinnerungsstücken. Dabei sind ihre persönlichen Erfahrungen und die ihrer Familienmitglieder deutlich erkennbar, aus denen sie neue visuelle Geschichten entstehen lässt. Fragen im Zusammenhang mit der Phänomenologie des Ortes oder einem erweiterten Begriff von Zugehörigkeit fließen ein. Dabei will sie die existierenden Erzählungen der Diaspora in Bosnien und Herzegowina und die Erwartungen eines besseren Lebens durch Auswandern neu definieren.
1991 in Bosnien-Herzegowina geboren, studierte sie an der Academy of Arts in Banja Luka und Public Space and New Artistic Strategies an der BAUHAUS Universität Weimar. Ihre Arbeiten waren bereits Teil zahlreicher Ausstellungen u. a. im Künstlerhaus Wien (2015), dem Museum of Contemporary Art in Skopje (2015) oder der Moscow International Biennale for Young Art (2018). Einzelausstellungen fanden unter anderem in der Helmut Gallery Leipzig (2018), der Reflektor Gallery Uzice (2018) und der U10 Gallery Belgrad (2017) statt. Sie erhielt Preise wie den Jury Award for the best video work des Video Park-Festivals (Uzice, Serbien 2018). Sie lebt und arbeitet in Berlin.     

Regina Scheer ist eine Schriftstellerin, die gegen das Vergessen schreibt. Ihr geht es um die Annäherung an verdrängte Schichten der Vergangenheit und der Frage nach dem Handlungsspielraum des Einzelnen dabei. Von ihr verfasste Biografien präsentieren dokumentarisches Material, die als essayistische Sachbücher dennoch mit literarischen Mitteln arbeiten. Auch in ihren Romanen gibt es keine starren Grenzen zwischen einer authentischen, realitätsbezogenen Darstellung und freier literarischer Gestaltung.
1950 in Berlin geboren, studierte sie Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Danach arbeitete sie als Texterin beim Oktoberklub, als Redakteurin bei der Studentenzeitung Forum und bei der Literaturzeitschrift Temperamente. Seit 1990 ist sie als Publizistin, Historikerin, Redakteurin, Herausgeberin und Schriftstellerin tätig. Ihr erstes Buch „Ahawah-das vergessene Haus“ erschien 1992 im Aufbau Verlag, wo auch „Es gingen Wasser wild über unsere Seelen“ (1999) und „Im Schatten der Sterne“ (2004) erschienen. 2014 erschien ihr erster Roman „Machandel“ im Knaus Verlag, für den sie 2015 den Mara-Cassens-Preis bekam und 2018 den ver.di-Literaturpreis für Berlin und Brandenburg. 2019 erschien der Roman „Gott wohnt im Wedding“ im Penguin-Verlag. Sie lebt und arbeitet in Berlin.     

Sarah Schuschkleb nutzt die Möglichkeiten des Schmucks und der körperbezogenen Kleinplastik. In ihren Werken experimentiert sie mit der haptischen und visuellen Wahrnehmung. So werden aus Ringen und Ketten Schatten und aus Schokolade und Zigaretten eine Reihe von Druden. 2014 setzte sie sich zudem in Form einer partizipativen Live-Performance Living Jewelery mit dem Konzept des Schmuckstückes auseinander. Sie ist Gaststipendiatin der Kunststiftung Sachsen-Anhalt.
1985 in Ludwigsburg geboren, absolvierte sie das Berufskolleg für Design, Schmuck und Gerät an der Goldschmiedeschule Pforzheim und studierte an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle im Fachbereich Schmuck. Seit 2018 ist sie Meisterschülerin bei Prof. Hans Stofer und erhielt das Meisterschülerinnenstipendium des Fördervereins zum Aufbau einer Juliane Noack Künstlerförderung e.V.. Ihre Arbeiten waren u.a. bei der Marzee International Graduate Show in Nijmegen (2017), im Österreichischen Museum für angewandte Kunst/Gegenwartskunst in Wien (2018) oder beim 17. Erfurter Schmucksymposium, Angermuseum Erfurt (2019) ausgestellt. Sie lebt und arbeitet in Halle.     

Katharina Zimmerhackl arbeitet als Konzeptkünstlerin und Theoretikerin, deren Praxis sich im Bereich Installation, Performance und Klangkunst sowie Grafik und Zeichnung bewegt. Der Fokus liegt auf der Ergründung verschiedener Wissensformen, ihrer geschichtlichen Produktion und politischen Tragweite. Dabei eignet sie sich wissenschaftliche Methoden an und überführt durch Reinszenierung und Fragmentierung das recherchierte Material in Skripte, Notationen oder Partituren, die Körper und Stimme in den Fokus rücken. Als Redakteurin und Grafikerin ist sie Teil des Zeitschriftenprojekts outside the box –Zeitschrift für feministische Gesellschaftskritik. Die theoretischen und kulturpolitischen Auseinandersetzungen und ihre künstlerische Praxis gehen dabei fließend ineinander über.
1983 in Palo Alto/USA geboren, studierte sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig sowie der Academy of Fine Arts Helsinki Medienkunst, Grafik-Design und Buchkunst. Neben Aufenthaltsstipendien u.a. im Lokaal01 Antwerpen, im Künstlerdorf Schöppingen oder im Atelier Salzamt Linz war sie 2017 für den Kunstpreis junger westen nominiert. Ausstellungen oder Performances hatte sie u.a im Moscow MOMA, in der Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig oder Haus der elektronischen Künste Basel. Seit 2017 ist sie als Kuratorin und künstlerisches Kuratoriumsmitglied im D21-Kunstraum Leipzig aktiv und seit 2019 Teil des Kunstbeirats der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen. Sie lebt und arbeitet in Leipzig.

Veranstaltungsort

Künstlerhaus Lukas
Dorfstraße 35
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 382206940
post@kuenstlerhaus-lukas.de
https://kuenstlerhaus-lukas.de/

Anbieter

Künstlerhaus Lukas
Dorfstraße 35
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 382206940
post@kuenstlerhaus-lukas.de
https://kuenstlerhaus-lukas.de/
jetzt mehr erfahren

Ihre Veranstaltung

Details auf einen Blick
Datum
am 25.10.2020
Veranstaltungskategorie
Ausstellung, Theater & Bühne, Literatur, KunstOffen
Die nächsten Termine
  • Sonntag, 25.10.2020
    15:00 - 19:00 Uhr