Wo Natur Natur sein darf

Der größte Nationalpark an der deutschen Ostsee

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist der größte Nationalpark Mecklenburg-Vorpommerns und der drittgrößte seiner Art in Deutschland. Mit einer Fläche von 786 km² liegt er zwischen der Halbinsel Darß-Zingst, der Insel Hiddensee und der Westküste der Insel Rügen. Diese Landschafts- und Naturflächen wurden im Zuge des Nationalparkprogramms der DDR zum 1. Oktober 1990 ausgewiesen.

Etwa die Hälfte der Fläche des Nationalparks ist offene Ostsee, mehr als ein weiteres Viertel umfasst Teile der Boddengewässer der Darß-Zingster Boddenkette und der Westrügener Bodden. Er zeichnet sich aus durch eine sehr reichhaltige Flora und Fauna.

Pflanzen im Nationalpark

Flora und Vegetation im Nationalpark sind aufgrund der Lebensraumvielfalt und der vielen Standorte mit besonderen Wuchsbedingungen ausgesprochen vielfältig:

Von Pflanzen der trockensten Dünenstandorte bis hin zur Unterwasservegetation ist hier reichlich vorhanden. Auch Süßwasserpflanzen ebenso wie Salzpfannen - Gewächse mit weißen Salzkrusten - sind hier zu finden. Von niedrigen Flechtenarten bis hin zu hochwüchsigen Laubbäumen, von der windgepeitschten Küstenflora bis hin zu den geschützt wachsenden Pflanzen des Waldbodens - Es herrscht eine Artenvielfalt, die unverwechselbar ist.

Eine detaillierte Beschreibung der Flora und Vegetation finden Sie hier.


Nationalpark 25

2015 feiern wir sein 25-jähriges Jubiläum
Nationalpark 25

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist der größte Nationalpark an der deutschen Ostseeküste und feiert im Jahr 2015 sein 25-jähriges Jubiläum. Dazu finden zahlreiche Veranstaltungen im Jubiläumsjahr statt.

Kranich-Informationszentrum
Kranich-Informationszentrum

17. Woche des Kranichs

Informations- und Aktionswoche rund um den Kranich.

Die Küstengewässer des Nationalparks „Vorpommersche Boddenlandschaft" wirken wie ein Magnet auf Zugvögel, weil sie hier ruhige Schlafgewässer und vielfältige Nahrungsräume vorfinden. Alljährlich verweilen hier, an einem der bedeutendsten europäischen Rastplätze für den Vogelzug, im Frühjahr und im Herbst auch Tausende von Kranichen. Vor allem im Herbst können bis zu 70.000 der beeindruckenden Großvögel über einen längeren Zeitraum beobachtet werden. Sie legen hier einen mehrwöchigen Zwischenaufenthalt auf ihrem Weg in die Überwinterungsgebiete ein. Tagsüber suchen sie auf abgeernteten Getreide- und Maisfeldern nach Nahrung. Abends fliegen sie in langen Ketten zurück zu ihren Schlafplätzen in die flachen Boddengewässer, von denen sie früh morgens wieder in eindrucksvollen Flugformationen zur Nahrungssuche aufbrechen.

In diesem einzigartigen Gebiet unterhält die gemeinnützige Kranichschutz Deutschland GmbH seit September 1996 das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf, 14 km nordwestlich von Stralsund.


In der ganzjährig geöffneten Dauerausstellung haben Sie die Möglichkeit, fast alles über die
Kraniche zu erfahren. Audiovisuelle Medien, informative Schautafeln sowie Vogel- und Tierpräparate geben einen Einblick in das Leben der beeindruckenden Großvögel.


Fotoquellen:

Wilder Wald im Nationalpark - Jürgen Reich
Leuchtturm Darßer Ort - Lutz Storm
Wanderung am Darßer Ort - Nicole Höra
Dünenlandschaft - Nationalparkamt
Möwen - Nationalparkamt

Kranich-Informationszentrum

Kranich-Informationszentrum

Der alljährliche Kranichzug im Herbst ist ein Naturschauspiel, das Tausende Besucher in den Nordosten lockt. In der ganzjährig geöffneten Dauerausstellung des Kranich-Informationszentrums in Groß Mohrdorf haben Sie die Möglichkeit, fast alles über die Kraniche zu erfahren.
Kranich-Utkiek Hohendorf

Kranich-Utkiek Hohendorf

Utkiek ist plattdeutsch und bedeutet Ausguck. 1997 wurde diese Kranichbeobachtungsstation eröffnet. Die 20 m lange Feldscheune ermöglicht es Ihnen, auf der Galerie mit einer genauso langen Fensterfront, Kraniche zu beobachten. Oft werden die Kraniche vor der Halle mit Weizen oder Mais gefüttert.