Tag der offenen Tür

geöffnete Ateliers, Lesungen und Filmpräsentationen

Offene Ateliers von 15-17 Uhr
Eva Wick (Karlsruhe) – Kuration
Anke Becker (Berlin) – Malerei/Zeichnung
Christina Lindeberg (Borås/Schweden) – Grafik
17 Uhr Lesungen und Filmpräsentationen
Chris Kraus (Berlin) – Drehbuch/Regie
Katrin Gebbe (Hamburg) – Drehbuch/Regie
Carl Gerber (Berlin) – Drehbuch

Anke Becker beschäftigt sich auf vielfältige Weise mit der An- und Abwesenheit von Sprache, Linie und Text. Ihre Arbeit reicht von konzeptuellen Zeichnungen und Installationen über visuelle Poesie bis hin zu partizipativen Projekten. Sie entfalten Ihre Wirkung zumeist in Form vielteiliger Serien, die sich zeitlich und inhaltlich immer wieder überschneiden. Zeichnung und Text werden miteinander verschränkt, ergänzen sich oder kommentieren einander nach einem experimentellen Prinzip von Kontrolle und Zufall. Viele ihrer seriellen Zeichnungen, Installationen und gemeinschaftlichen Projekten entwickeln sich über Jahre hinweg.
1971 in Frankfurt a.M. geboren, studierte sie Slawistik und Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin und anschließend an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Malerei und Kunstgeschichte. Sie erhielt Stipendienaufenthalte u.a. in der Casa di Goethe in Rom (2005) oder im Vermont Studio Center – Johnson VT USA (2011 und 2016). Wichtige Ausstellungen waren u.a. „Anke Becker – Constructing Utopia“ Galería Columpio Madrid (2010) oder „Eine Linie ist eine Linie ist eine Linie“ (Gruppenausstellung) in der Galerie Pankow Berlin (2014). Sie ist Gründerin des internationalen Kunst- und Ausstellungsprojekts ANONYME ZEICHNER, betreibt den Blog für visuelle Poesie ECONOMICWORDS und ist Gründungsmitglied des DAMENSALON BERLIN. Sie lebt und arbeitet in Berlin.     

Chris Kraus erhielt in Kooperation mit dem Filmkunstfest MV das Ehrengaststipendium 2020 im Bereich Drehbuch. Der 1963 in Göttingen geborene und heute in Berlin lebende Drehbuchautor, Regisseur und Autor arbeitete zunächst als Journalist und Illustrator, bevor er 1991 ein Studium an der Film- und Fernsehakademie Berlin beginnt. Bereits vor seinem Abschluss 1998 arbeitet er als Drehbuchautor fürs Fernsehen, als Lektor und als dramaturgischer Berater u. a. für Volker Schlöndorff, Rosa von Praunheim. In Zusammenarbeit mit Julia von Heinz, Axel Ranisch, Robert Thalheim und Tom Tykwer wirkte er mit bei „Rosakinder“ (2012). Seit 2002 arbeitet er als Regisseur und verfilmt eigene Drehbücher, darunter sein Debüt, die Familientragödie „Scherbentanz“ (2002) oder das Drama um eine musikalisch hochbegabte Gefängnisinsassin in „Vier Minuten“ (2006). Danach entstand das beeindruckende Historiendrama „Poll“ (2010) (Abb. links). Alle Filme wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bayrischen Filmpreis, dem Deutschen Filmpreis und anderen internationalen Preisen. „Die Blumen von gestern“, zu dem er wiederum auch die Romanvorlage lieferte, erhielt unter anderem den Tokyo Grand Prix des 29. Tokyo International Filmfestivals (2016), den Baden-Württembergischen Filmpreis in der Kategorie „Bester Spielfilm“ (2016), die Auszeichnung „Bester Spielfilm“ beim Moscow Jewisch Film Festival (2017) und war achtmal für den Deutschen Filmpreis (2017) nominiert. Als international beachteter Romanautor gewann er für seinen jüngsten Roman „Das kalte Blut“ Nominierungen für vier der wichtigsten französischen Literaturpreise. Sein Debüt als Opernregisseur in Zusammenarbeit mit Claudio Abbado wurde 2008 mit dem renommiertesten Opernpreis Italiens geehrt.     

Christina Lindeberg verwendet in ihrer Arbeit am häufigsten grafische Drucktechniken und benutzt für ihre oft zu klarer Abstraktion neigenden Werke verschiedenste Materialen wie Acrylglas oder Aluminium. Auch in ihren Installationen ist, wie in der druckgrafischen Arbeit, die Natur ihre Inspiration, die sie mit einer Hinwendung zum Menschlichen beschreibt. Das Aufspüren und Entstehen feinster Strukturen oder essentiell anmutende Reduzierungen können dabei ebenso eine Rolle spielen wie die Eroberung ausgewählter skulpturaler Räume.
1953 im schwedischen Borås geboren, studierte sie von 1981-84 Druckgrafik am Grafikskolan Forum Malmö/Schweden. Zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen führten sie zuletzt u.a. zur Internationalen Kunstbiennale „Frische Winde“ in Island (2018), in das Borås Art Museum (2018 und 19) oder zur Galerie Müllers in Rendsburg (2019). Sie erhielt 1999 den Erik Wessel-Fougstedts Award und mehrmals Stipendien durch die schwedische Künstlerförderung. Ihre Werke befinden sich u.a. in den Kunstmuseen Borås, Göteborg, Malmö, Ystad oder im Mino Wasaki Museum Japan. Seit 2002 ist sie Mitgestalterin des Ausstellungszentrums Ålgården in Borås und seit 2014 ist sie Herausgeberin des schwedischen Druckmagazins „grafiknytt“. Sie lebt und arbeitet in Borås.     

Katrin Gebbe erhielt 2019 für ihren Film „Pelikanblut“ das von der Jury unter Max Mohr, Kathrin Angerer und Henry Hübchen nominierte Förderstipendium der Ahrenshooper Filmnächte, vergeben in Kooperation mit der Kurverwaltung Ahrenshoop. Die 1983 in Ibbenbüren geborene und in Hamburg lebende Drehbuchautorin und Regisseurin studierte Freie Kunst und Visuelle Kommunikation an der Academy of Visual Arts and Design im niederländischen Enschede, an das ein Master-Studium in Filmregie an der Hamburg Media School folgte. Während ihres Studiums drehte sie mehrere Kurzfilme. Ihre Abschlussarbeit „Sores & Sirin“ erhielt den European Young CIVIS Media Prize und war für den First Steps Awards und den Studio Hamburg Nachwuchspreis der Kategorie Drehbuch nominiert. Ihr Langfilmdebüt „Tore tanzt“ feierte in der Sektion „Un Certain Regard“ der Filmfestspiele Cannes 2013 Premiere, wofür sie 2014 zudem den Preis für die beste Nachwuchsregie beim Bayrischen Filmpreis erhielt. Ihr aktueller Film „Pelikanblut“ (2019) prämierte auf den Filmfestspielen in Venedig in der Sektion Orizzonti und wurde später für die beste Regie auf dem FANTASTIC FEST in Austin Texas ausgezeichnet.     

Carl Gerber erhält das gemeinsam mit dem Filmkunstfest MV vergebene Förderstipendium 2020 im Bereich Drehbuch. Der 1985 in Mainz geborene und in Berlin lebende Drehbuchautor studierte 2007 bis 2013 Drehbuch an der Filmhochschule Ludwigsburg, wo er bereits mehrere Drehbücher für Kurzfilme schrieb, darunter „Synkope“, bei dem Nora Fingerscheidt Regie führte und der 2010 für den deutschen Kurzfilmpreis nominiert war. Sein erstes Drehbuch für einen Spielfilm schrieb er gemeinsam mit Anne Zohar Berrached für den Film „24 Wochen“ (Abb. links), bei dem sie auch Regie führte. Bei der Berlinale 2016 feierte der Film Premiere und wurde mit dem Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater ausgezeichnet. Beim Deutschen Filmpreis 2017 erhielt er den Filmpreis in Silber und war in mehreren Kategorien nominiert, darunter auch Bestes Drehbuch.     

Eva Wick erhielt für die Ausstellung WORTGEWANDT. Linien | Zeichen | Text im Neuen Kunsthaus Ahrenshoop ein Kuratorinnenstipendium. In ausgewählten Beispielen zeigt sie Werke von Künstler*innen, die auf unterschiedliche Weise die Digitalisierung und deren Umgang mit Sprache in der heutigen Zeit kommentieren. Gleichzeitig reflektieren sie die Rolle der Sprache als Inszenierung, die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten von Sprachbildern und ihre Bedeutung für unser Leben. Buchstaben, Wörter und Texte werden zum eigenständigen Bildmedium, irritieren unseren Blick und verlangen ein genaues Hinsehen.
1984 in Bruchsal geboren, studierte sie Europäische Kunstgeschichte und Religionswissenschaften an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Danach übernahm sie sowohl kunstvermittelnde und museumspädagogische als auch kuratorische Aufträge. Während dieser entwickelte sie Konzepte für Führungen, Workshops und Schulprojekte beispielsweise in der Kunsthalle Karlsruhe, der Kunsthalle Mannheim oder im Kurpfälzischen Museum Heidelberg. Seit 2014 ist sie  Vorstands- und Gründungsmitglied des Vereins für Kunst und Kultur-Vermittlung Rhein-Neckar e.V.

Veranstaltungsort

Künstlerhaus Lukas
Dorfstraße 35
18347 Ahrenshoop
Telefon: +49 382206940
post@kuenstlerhaus-lukas.de
https://kuenstlerhaus-lukas.de/

Anbieter

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18347 Ahrenshoop
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Datum
am 29.11.2020
Veranstaltungskategorie
Ausstellung, Kino, Literatur, KunstOffen
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  • Sonntag, 29.11.2020
    15:00 - 20:00 Uhr